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Der Spiegel May 17, 2004

Neue Raketen für Kims Bombe

Geheimdienste der USA befürchten, dass Nordkorea derzeit Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 4000 Kilometern aufstellt. Damit könnten die wichtigen US-Militär-Stützpunkte auf Okinawa in Japan und auf der Insel Guam in die Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen gelangen.

Deren geschätzte Zahl wurde kürzlich in Washington nach oben revidiert. Angeblich soll Diktator Kim Jong Il bereits über acht Sprengsätze verfügen. Die neuen Raketen basieren vermutlich auf der Technik einer 40 Jahre alten russischen U-Boot-Rakete vom Typ SS-N-6, die möglicherweise in den frühen neunziger Jahren illegal nach Nordkorea gelangte. Der Leiter des amerikanischen Informationsdienstes Globalsecurity, John Pike, warnt, dass aus der Kombination der SS-N-6-Technik mit den nordkoreanischen Taepodong-Raketen Flugkörper mit interkontinentaler Reichweite entstehen könnten. Bisher besitzt Nordkorea einsatzbereite Raketen, die maximal 2200 Kilometer fliegen.


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