300 N. Washington St.
Suite B-100
Alexandria, VA 22314
info@globalsecurity.org

GlobalSecurity.org In the News




Deutsche Presse-Agentur(DPA) - Europadienst March 26, 2003

(Hintergrund) Stichwort: Fedajin Saddam

Die paramilitaerische Truppe "Fedajin Saddam" (etwa "Die Opferbereiten") gilt als grausam und geniesst das besondere Vertrauen des irakischen Staatschefs. 1995 von Saddam Husseins aeltestem Sohn Udai gegruendet, ist sie immer wieder gegen Feinde Saddams, Aufruehrer und Abweichler eingesetzt worden. Mit Verkleidungen, vorgetaeuschten Kapitulationsangeboten und anderen Kriegslisten haben Fedajin-Milizionaere kuerzlich den Marsch der alliierten Truppen auf Bagdad empfindlich gestoert.

Das Londoner Institut fuer Strategische Studien (IISS) schaetzt die Zahl der Freischaerler auf bis zu 20 000, Experten der amerikanischen Denkfabrik "globalsecurity" gehen von bis zu 40 000 aus. Die jungen Maenner werden aus dem Regime ergebenen Regionen rekrutiert. Zunaechst meist in der Hauptstadt stationiert, sollen Fedajin-Kaempfer jetzt in allen groesseren Orten praesent sein, um die Bevoelkerung in Schach zu halten. Wenn es zum Kampf um Bagdad kommt, rechnen Sicherheitsexperten mit dem selbstmoerderischen Einsatz der "Opferbereiten" im Haeuserkampf.

Vor einigen Jahren schockten Berichte ueber Grausamkeiten der Truppe die Welt: Laut Amnesty International (ai) haben Fedajin- Kommandos im Oktober 2000 in Bagdad und anderen Staedten "zahlreiche" Frauen oeffentlich enthauptet, angeblich um mit der Prostitution aufzuraeumen. Unter den Opfern sollen auch verschleierte Frauen gewesen sein, denen regimefeindliche Aeusserungen vorgeworfen wurden. An anderer Stelle ist davon die Rede, dass einem Mann wegen Verleumdung des Praesidenten die Zunge herausgeschnitten wurde. dpa qx yyzz la


Copyright 2003, Deutsche Presse-Agentur